Katzen-Qualzuchten auf Katzenausstellungen

 

 

Unter der Domain "worldofcats.de" stellen sich zwei Katzenvereine im Internet vor, die gemeinsam Katzenausstellungen veranstalten.

Es handelt sich um die Katzenvereine Cat Planet e. V. und Katzen-Freunde-Germania e.V.

 

Die 5.  World of Cats Katzenausstellung findet am 27. und 28. April 2019 statt.

 

Unter dem Link

 

https://worldofcats.de/de/richtlinien/ausstellungsrichtlinien/

 

findet man die Ausstellungsrichtlinien der beiden Katzenvereine.

 

Auf dieser Ausstellung dürfen auch vereinslose Katzenbesitzer ihre Katzen ausstellen, so steht es auf der Webseite.

 

In kursiver Schrift die Quellenangabe:

"Alle Mitglieder von Vereinen, die von dem KFG e.V. anerkannt werden, sowie vereinslose Katzenbesitzer sind berechtigt, ihre Katzen auf Ausstellungen des KFG e.V. auszustellen."

 

"Vereinslose Katzenbesitzer" - sind das vielleicht sogenannte Schwarz-Züchter, die züchten, ohne sich an irgendwelche Regeln von Katzenvereinen halten zu müssen ?????

 

Katzenausstellungen dienen nämlich nicht nur dazu Rassekatzen zu präsentieren, sondern auch um Beziehungen zu zukünftigen Katzenkäufern herzustellen bzw. aufzubauen. Und genau DAS sollte den zahlenden Mitgliedern der Katzenvereine vorbehalten bleiben.

 

Von vereinslosen Katzenbesitzern profitieren nur die Katzenvereine, die das Geld für das Ausstellen der Katzen haben wollen.

 

Der Züchter verliert vielleicht zukünftige Katzenkäufer, weil der vereinslose Katzenbesitzer in der Regel seine Kitten deutlich preiswerter verkauft als der Vereinszüchter, der allerlei DNA Tests usw. machen lassen muß.

 

Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Katzenzüchter, die Mitgliedsbeiträge zahlen und sich an den Regeln ihres Katzenvereins orientieren müssen.

 

Hier ist der Screenshot von worldofcats.de, der einen Teil der Ausstellungsrichtlinien zeigt, abgerufen am16/04/2019

 

Katzen-Richter zwischen Qualzucht und Vereins-Regularien

 

Deutsche Aussteller müssen mit Anzeigen der Amtstierärzte rechnen, wenn sie potente Katzen mit sogenannten Qualzucht-Merkmalen ausstellen. So steht es auf der Webseite von wordofcats.de (siehe Screenshot).

 

Weiter steht auf der zuvor genannten Website über Ausstellungsrichtlinien, dass ausländischen Katzenaussteller diesbezüglich keinerlei Konsequenzen zu befürchten haben und mit ALLEN Rassen auf der Ausstellung HERZLICH willkommen sind.

 

Für mich bedeutet das, dass Katzen von Ausländern, die in Deutschland unter Qualzucht gelistet werden, auf dieser Ausstellung gerne ausgestellt werden dürfen und dazu auch noch herzlich willkommen geheißen werden.

 

Jetzt frage ich mich, ob deutsche Katzenzüchter, die zum Beispiel Sphynx, Faltohr-Katzen  oder Katzen mit deutlicher Brachycephalie züchten, auf dieser Katzenausstellung nicht herzlich willkommen sind???

Offenbar nicht.

Deutsche Katzenzüchter sollen ihre Nacktkatzen, Faltohrkatzen und brachycephalen Perser und Exotics besser schön zuhause lassen, weil sie sonst eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld-Auflage zu befürchten haben.

 

Werden deutsche Katzenaussteller auf  dieser Katzenausstellungen diskriminiert?

Hier wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen, wenn es darum geht, ob Schnurri einen Pokal bekommen kann oder eben nicht.

 

Wie wohl der Katzenrichter erkennen kann, in welchem Land der Katzenhalter seinen steuerlichen Wohnsitz hat?

Muss jede Mieze vielleicht ein Halsbändchen tragen, die die Flagge des Wohnlandes seines Halters zeigt?

 

Welch ein Drama wäre es, wenn zum Schluss der Ausstellung zum Beispiel eine ausländische Faltohrkatze "Best over All" (beste Katzen der Ausstellung) werden würde, während die deutschen Faltohren nur die Sofas dekorieren dürfen.

 

Es gibt zur Zeit noch keine gesetzliche Grundlage, die das Ausstellen von Katzen mit Qualzuchtmerkmalen regelt, aber diese Vereine verlieren ihre Ehre gegenüber den deutschen Katzenausstellern, wenn sie die ausländischen Katzenhalter mit Katzen, die unter den Begriff Qualzucht fallen, herzlich einladen und herzlich willkommen heißen.

 

Hier fehlt ein europäisches Gesetz.